


Ich habe mit 6 Jahren mit der Leichtathletik angefangen. Alles begann in dem Sportverein TV Offenbach, dort war Heinz Franz mein Betreuer. Da habe ich zweimal die Woche immer ein bisschen Sport gemacht. Also viele Mannschaftsspiele und auch Leichtathletik. Da wusste ich noch gar nichts davon, dass ich mal bei der Leichtathletik lande.
Als ich dann 1 Jahr lang Sport getrieben hatte, dachte sich mein Vater, dass er mich doch mal auf einem Sportfest in Weißkirchen (Rodgau) gegen 2 Jahr älteren Jungen starten lässt. Ich ganz unerfahren und erst 7 Jahre alt gegen die großen starken 9 jährigen einen 3-Kampf (50m, Weitsprung und Ballwurf).
Im 50m-Lauf konnte ich nur knapp siegen. Im Weitsprung war ich vorne dabei. Aber im Ballwurf habe ich alle um Längen besiegt. Somit war klar, ich bin der Sieger des 3-Kampfs und habe zur Belohnung einen, damals für mich kleinen Steppke, riesigen goldenen Pokal gewonnen.
Später bin ich für die LG Offenbach gestartet und wurde von Roland Hofmann trainiert. Da haben aber dann schulschwänzende Kinder an der Stabhochsprunganlage mit Feuer gezündelt, und am nächsten Tag war leider nur noch ein Haufen Asche da. Es war mir aber zu dieser Zeit klar, dass ich mal ein Zehnkämpfer werden möchte, und ohne Stabhochsprung zu trainieren geht das ja leider nicht.
Deswegen bin ich dann mit 11 Jahren zur SV Weiskirchen gewechselt, da der Verein eine super Jugendarbeit macht. Da konnte ich dann auch das erste Mal in meinem Leben Staffel laufen. Denn in Offenbach war ich leider immer der Einzige, der jedes Wochenende von Wettkampf zu Wettkampf gezogen ist. Zum Glück hatte ich immer meinen Vater an meiner Seite, der mich auch in all der Zeit in Absprache mit meinem Trainer zusätzlich trainiert hat.
In Weiskirchen hatte ich zwei sehr starke Jahre. Ich gewann alles, was man gewinnen konnte. Und dann kamen die ersten Hessischen Meisterschaften im Blockwettkampf Wurf als M13. Dort wurde ich Zweiter und war danach eigentlich ziemlich traurig.
Aber mein Vater und ich wir wurden noch ehrgeiziger. Wir beschlossen, mich auf dem Sportinternat in Bad Sooden-Allendorf anzumelden. Ich war mit 13 Jahren der jüngste Internatsschüler in der 35jährigen Geschichte des Internats.
Dort wurde ich dann mehrfacher Hessenmeister und stand nun vor meinen ersten Deutschen Meisterschaften im 8-Kampf. Im Qualifikationswettkampf hatte ich eine Spitzen Punktzahl von knapp 4800 Punkten gemacht. Aber dann kurz vor dem bislang wichtigsten Wettkampf meines Lebens wurde ich im Hochsommer krank und musste geschwächt an den Start gehen. Ich wurde wieder Zweiter mit einer sehr schlechten Punktzahl. Jetzt war ich natürlich richtig enttäuscht, da ich den Deutschen Meistertitel in der M14 als meinen größten Traum gesehen hatte.
Dadurch, dass 30 weitere Sportschüler auf dem Internat waren, gab es immer andere Sportler, mit denen man etwas unternehmen konnte. Leider kam dadurch die Schule etwas zu kurz und mein Vater und ich entschieden, dass ich wieder nach Hause komme, was im Nachhinein der wichtigste Schritt in meinem Leben war.
Denn nun war ich bei der Eintracht Frankfurt und wurde super betreut.
Schulisch ging es wieder bergauf da mein Vater mich auch für die Schule sehr unterstützte. Ich absolvierte meinen Realschulabschluss mit der Note 2,0 und setzte meine Ausbildung auf einer Fachoberschule in Richtung Wirtschaft Informatik fort.
Im gleichen Jahr war ich endlich bei einer wichtigen Meisterschaft der große Sieger und gewann den Achtkampf in Vaterstetten mit neuem Deutschen Rekord und einer Punktzahl von 5124 Punkten.
Jetzt nahm alles seinen Lauf, und ich konnte im ersten Jahr B-Jugend im 10-Kampf mit 7053 Punkten mit meiner Frankfurter Mannschaft den Deutschen Titel und den Deutschen Rekord gewinnen. Bei diesem Zehnkampf war mein Kumpel und jetziger 400m Läufer Kamghe Gaba einen Punkt hinter mir.
Im Jahr 2002 wurde ich mit 7706 Punkten wieder Deutscher Meister und verbesserte erneut einen Deutschen Rekord. Parallel konnte ich in diesem Jahr mit 71,42m im Speerwerfen den Deutschen Meistertitel gewinnen. Somit war das zweite Jahr B-Jugend mit Abstand das erfolgreichste Jahr. Ich hatte sogar eine halbe Seite neben Michael Schumacher in der Bildzeitung.